Kinderwelten
Mai 16, 2008 by vierteltaktMir kommt an der Weser eine Frau entgegen, vor ihr laufen zwei, drei Jungens. Die Frau trägt in der Hand ein Spielzeuggewehr, auf dem Rücken trägt sie ebenfalls eine Spielzeugwaffe. Ich muss an meinen Vater denken, der in Berlin ein Geschäft hat. Jedes Mal, wenn ein Kind mit Spielzeugwaffe hereinkommen möchte, bittet mein Vater es in strengem Ton, die Waffe vor der Tür niederzulegen. Es kommt bei ihm keine Waffe ins Geschäft, sei sie nun echt oder aus Plastik. Vielleicht kann auch ich es deshalb nicht ertragen, Kinder mit Pistolen und Schussgewehren herumhantieren zu sehen.
Eure friedfertige St-Pauline
das Viertel in zwanzig Jahren?
Mai 15, 2008 by vierteltaktdas Viertel sommerhaft
Mai 14, 2008 by vierteltaktdas Viertel frühlingshaft
Mai 13, 2008 by vierteltaktTheater mal anders
April 30, 2008 by vierteltaktSamstag war es endlich soweit. Nach Monaten des Wartens auf diese Veranstaltung, ging es nun also los. Das Theater am Goetheplatz lud zu einer nächtlichen Führung durch die endlosen Flure, Künstlerwerkstätten und Kulissenkeller des Hauses ein. Mit Taschenlampen bewaffnet zogen wir in kleiner Zahl so gegen 23 Uhr am Bühnenpforteneingang los.
Ich will nicht zu viel verraten, aber diese Veranstaltung der Theaterpädagogen macht wirklich Lust auf mehr. Als Höhepunkt wurden wir mit dem Bühnenaufzug direkt auf die Mittelbühne des Theater gefahren…Ich kann jedem/jeder nur empfehlen dies einmal mitzumachen. Aber Vorsicht, gruseln ist vorprogrammiert!
Eure noch immer begeisterte Ottilie
Bergfest im Viertel
April 30, 2008 by vierteltaktLetzten Samstag schlurfte ich gemächlich den Ostertorsteinweg entlang. Die Sonne knallte auf die Dächer. Beim Frisör wurde vor dem Eingang gegrillt. Holladibolla, dachte ich bei mir, die sind ja keck. Zehn Meter weiter kam mir eine Frau mit Bratwurst in der Hand entgegen. Zehn Meter weiter wieder. Ich schaute mich um. Das Ganze hatte System. Überall waren Grills aufgebaut, auf dem Zeitungskiosk stand ein Musikerpaar, das Alpenhorn spielte. Bergfest! Endlich hat man die Baustelle als kulturelles Event entdeckt und entsprechend befeiert. Das Viertel vibrierte und ich nehme an, dass die Stadt es nun auch irgendwann mitbekommt - Baustellen sind tourismusfördernd, Baustellen sind ein wichtiger Meilenstein in Wirtschaftsförderung und internationalem Benchmarketing!
Eure nach Bratwurst riechende St-Pauline
Rauchen verboten
April 25, 2008 by vierteltaktJetzt ist es soweit. Nun darf auch in den Straßen des Viertels nicht mehr geraucht werden. Zumindest lief gestern ein junger Mann den Ostertorsteinweg entlang und hielt ein riesiges Papierschild “Rauchen verboten” über dem Kopf. Er musste aber selber lachen, der Mann. Vielleicht war es doch eine Kunstaktion.
Alter Schwede, stinkt das!
April 22, 2008 by vierteltaktInspiriert durch eine meiner Mitbloggerinnen habe ich es mir heute nicht nehmen lassen, meinen Kaffee im eingezäunten Außenbereich des Litfaß zu mir zu nehmen. Vor mir die allseits beliebte Baustelle des Viertels plus schwitzende, leicht bekleidete Herren in orangefarbenen Overalls.
Der Kaffee kam und im ersten Moment dachte ich noch: “Welch Geruch, der mir da in die Nase steigt!” Doch dann wurde der Gestank unerträglich. Flüssiges Teer, von den erwähnten Männern wie Vanillesoße auf den Pudding, in die winzigen Fugen zwischen die neue Pflasterung gegossen, erreichte meine Nase.
Was für ein Gestank! Und was für ein Aufwand! Schlechter kann es Sisyphus auch nicht gegangen sein, als er den Felsblock immer wieder den steilen Hang hinaufrollen musste.
Diese armen Männer…
Eure, demnächst mit Gasmaske unterwegs, Ottilie
Zieh Leine, Cowboy
April 22, 2008 by vierteltaktEs dämmert im Viertel. Ich laufe den Ostertorsteinweg entlang. In der Ferne taucht eine Gestalt auf. Ein Mann kommt mir entgegen, groß, mit Schlapphut und einer Tasche in der Hand. Seine Silhouette gleicht einem Cowboy. Er kommt näher, nun kann ich sein Gesicht erkennen, er trägt einen zotteligen Bart. Als er fast bei mir angelangt ist, murmelt er ein: “Guten Tag”. Ich grüße ihn nicht, und im selben Atemzug klingt sein “Guten Tag” mit einem “Blöde Kuh” aus.
Cowboy, Du Idiot. Ich grüße nie fremde Menschen. Ich hasse es, von Fremden wie Dir angequatscht zu werden. Ich hasse es, weil ich weiß, dass ich eine blöde Kuh bin, wenn ich nicht so reagiere, wie Du es willst. Cowboy, bilde Dir nicht ein, dass Du der Einzige bist, der im Viertel von fremden Frauen gegrüßt werden möchte. Go back to Alhabama, Cowboy, da, wo Deine echten Kühe warten.
Eine erboste St-Pauline



