Ein häusliches Moin meinerseits!
Wie ich anfangs erwähnte, wohne ich (leider) nicht direkt im Viertel. Ich stand aber kurz davor. Letzten Sommer hatte ich nach mehreren chaotischen Wohnungsbesichtigungen eine kleine Bude in Aussicht. Zweiter Stock, ein Zimmer, Altbau. Schließlich ist der Umzug genau am Letzteren gescheitert. Denn der Altbau war wirklich alt. Uralt. Er zeichnete sich besonders durch Wasserflecke an der Decke aus. Generell bestimmte eher feuchtes Klima den Raum. Der morsche Balkonboden war dem Durchbruch nahe. Im wahrsten Sinn des Wortes. Immerhin klemmten nur vier der fünf Fenster. Trotz meiner Hinweise auf diese Mängel lenkte der Vermieter nicht ein. Auch zum chronisch verstopften Abfluss der Dusche sagte er nichts. Ganz zu schweigen von den abbröckelnden Fliesen. „Junge Frau, Sie sind hier im Viertel. Da sieht es überall so aus.“ Das bezweifle ich noch heute. Mürrisch fügte er hinzu:“ Entweder nehmen Sie die Wohnung oder Sie lassen es bleiben.“ Was ich dann auch getan habe. Menschlich nachvollziehbar. Nach diesem Schock ließ ich die Suche erst einmal bleiben. Manchmal ist es ja besser, wenn man zufällig auf etwas stößt.
Trockene Grüße von Fräulein V.